Tom van Dutch | Photography

Fouga CM.170R „Magister“

Fouga CM.170R „Magister“

Frankreich 🇫🇷

Besucht: 02/2020

Online: 23.12.2020

Die Aérospatiale (Fouga Potez) CM.170 „Magister“ ist ein zweistrahliges Schulflugzeug aus französischer Produktion. Produzent war die Firma Fouga die in den 1970er Jahren in der Aérospitale aufging. Auch der heute nicht mehr bestehende französische Flugzeughersteller Potez fertigte einige Maschinen dieses Typs.


Als sogenannter Strahltrainer war die Fouga Magister das zweite speziell für diesen Zweck entworfene strahlgetriebene Schulflugzeug der Welt nach der Fokker S.14 Machtrainer.
Die Maschine war auch einsetzbar als leichtes Aufklärungs- und Kampfflugzeug.

Bereits 1949 wurde die Maschine aus dem Turbinenmotorsegler CM.8-R13 entwickelt.
Die Vorstellung des Prototyps am 23. Juli 1952 war so beeindruckend, dass die französische Luftwaffe zunächst eine kleine Serie von 10 Flugzeugen bestellte. Ein Folgeauftrag über 90 – nach anderen Quellen: 95 – Maschinen erging im Jahre 1954.

Die Magister ist ein zweisitziges Ganzmetallflugzeug mit einem 110-Grad-V-Leitwerk, einem so genannten Schmetterlingsleitwerk. Das Flugzeug war äußerst erfolgreich.

Geflogen wurde die Magister auch von der französischen Kunstflugstaffel Patrouille de France, dort war dieses Flugzeug bei über 800 Flugvorführungen bis zur Einführung des Nachfolgemodells Alpha Jet 1981 im Einsatz.

Es wurden über 900 Magister hergestellt, davon alleine 576 in Frankreich.
Die französische Luftwaffe hatte insgesamt 307 Maschinen und die Marine 32 weitere

Die Fouga Magister wurde auch von der Bundeswehr genutzt und war von 1957 bis 1969 bei Luftwaffe und Marine im Einsatz.

Eine Weiterentwicklung der Magister hieß Fouga 90. Sie flog erstmals am 20. August 1978. Angetrieben wurde sie von zwei Turboméca Astafan II G Triebwerken, ein anderes Cockpit sollte für verbesserte Sicht sorgen. Obwohl als Anfänger- und Fortgeschrittenentrainer konzipiert, konnte sie an vier Flügelstationen auch leichte Waffen für Bodenangriffe tragen.
Allerdings gingen für den Nachfolger keine Bestellungen ein.

Diese Maschine steht nun bereits einige Jahre auf einem ehemaligen französischem Militärflugplatz und ihr Zustand wird von Tag zu Tag schlechter.

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