Olympiaschanzen

Bosnien und Herzogowina 🇧🇦

Besucht: 11/2025

Online: 27.02.2026

Die fünf Schanzen am Berg Igman in Sarajewo wurden für die Olympischen Winterspiele 1984 errichtet. Drei der Schanzen fielen den Kriegen zum Opfer (K40, K25 und K10) und nur die zwei größten sind noch erhalten. Vor 1992 war dort auch ein Europa-Cup-Springen geplant, fand letztendlich jedoch nicht statt. Durch die Kriege in den 90er Jahren konnten die Schanzen nicht mehr erhalten werden und verfallen.
Gesprungen wird dort aufgrund des Bürgerkrieges auch schon lange nicht mehr.


Am 10.03.2010 wurden auf einer Pressekonferenz der für die Erhaltung der Olympischen Sportstätten zuständigen Organisation "ZOI'84 Sarajevo" die Entwürfe zum Wiederaufbau der Schanzen am Igman vom österreichischen Architekturbüro HOFRICHTER-RITTER vorgestellt. Die Rekonstruktion als K120 und K90 samt Tribünen für bis zu 50.000 Zuschauer und einem Panorama-Restaurant am Kopf des Anlaufturms würde ca. 7 bis 10 Mio. Euro kosten.

 

Jens Weißflog gewann hier, im Rahman der XIV. Olympischen Winterspiele, Gold auf der Normal- und Silber auf der Großschanze.

 

 

Die Belagerung Sarajevos war eines der zentralen Ereignisse im Bosnienkrieg.
Nachdem Bosnien am 1. März 1992 seine Unabhängigkeit von Jugoslawien erklärt hatte, sollte die Hauptstadt Sarajevo nur einen Monat später Schauplatz einer der grausamsten Schlachten der Balkankriege werden. Fast vier Jahre, 1.425 Tage, belagerten paramilitäische serbische Truppen und die jugoslawische Volksarmee die Stadt von 1992 bis 1996. Sowohl die Skisprunganlagen und die Hotels am Berg Igman als auch die olympische Bobbahn am Berg Trebević verwandelten sich in Kriegsschauplätze, von denen aus Granaten auf das im Tal gelegene Sarajevo niedergingen. Besondere Bedeutung erlangte die direkt oberhalb der Stadt gelegene Bobbahn, hinter deren dicken Betonelementen Artillerieschützen während ihrer Angriffe Deckung suchten.

Bei den Kämpfen wurden die Sportstätten weitestgehend zerstört und erinnern z.T. bis heute als Mahnmal an die Belagerung, die mindestens 11.000 Menschen, die meisten von ihnen Zivilisten, das Leben kostete.