Porzellanfabrik

Porzellanfabrik

Deutschland 🇩🇪

Besucht: 05/2021

Online: 21.01.2022

Porzellanfabrik


Die Ursprünge dieser Porzellanfabrik gehen auf das Jahr 1874 zurück.
In den Anfangsjahren hat man Hauptsächlich Küchenutensilien gefertigt. 


Später wurde die Produktion erheblich erweitert und man stellte, mit insgesamt 12 Brennöfen,  hochwertige Steingutgeschirre und andere Dinge her. Nach dem ersten Weltkrieg wuchs die Belegschaft dann auf über 600 Mitarbeiter an. Durch die Weltwirtschaftskrise wurde sie jedoch halbiert. Den Krieg überstand man nahezu unbeschadet und konnte die Produktion durch den Einsatz von Kriegsgefangenen, aufrechterhalten.


In der ehemaligen DDR wurde das Unternehmen dann zu einem VEB und hatte insgesamt 9 verschiedene Namen.

Nach der Wiedervereinigung erfolgte dann die Privatisierung durch die Treuhandanstalt.
Man änderte die Produktpalette komplett und passte sie an die Bedürfnisse des Marktes an.
Aufgrund der sehr modernen Ausstattung konnte man auch, gewinnbringend, Kleinserien fertigen. Weiterhin spezialisierte man sich auf den Bereich Hotellerie und Gastronomie.


Im Mai 2015 wurde, beim Amtsgericht, ein Antrag auf Insolvenz gestellt und ende Juli 2015 wurde der Betrieb dann eingestellt und das Unternehmen geschlossen.

Es ist ein riesiges Gelände mit vielen leeren Hallen, Büro und Lagerräumen.
In mehreren Hallen findet man noch sehr moderne Produktionsmaschinen und auch Formen zur Porzellanherstellung. Ich wollte eigentlich schon gehen und entschied mich dann doch noch die Treppe nach oben zu gehen und fand das Highlight dieser Location. In mehreren Räumen waren tausende von Formen. Teilweise noch beschriftet bzw. mit Schildern dran.

Hier fand man von Haltern für Klobürsten über Bierkrüge und Tassen für Lavazza die verschiedensten Formen zur Herstellung von Porzellan.


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