Richmond Generating Station

USA 🇺🇸

Besucht: 06/2026

Online: 24.07.2026

Bereits 1915 wurde mit dem Bau des Kraftwerks begonnen ehe dann 10 Jahre später der Betrieb aufgenommen wurde.
Das Kraftwerk wird oft „Palace of Rust“ oder „Forgotten Cathedral“ aufgrund der imposanten, rund 40 Meter hohen Decken, der gewaltigen Bogenfenster und der neoklasszischtischen Details, genannt.


1985 liefen die, damals größten Turbinen der Welt, zum letzten mal und der Betrieb wurde eingestellt. Seitdem verfällt dieses ehemalige Kohlekraftwerk immer mehr. Inzwischen hat man auch mit der Demontage begonnen.

 

Man kann die Turbinenhalle wahrlich als Kathedrale der Industrie bezeichnen. Das Glasdach sowie die Fenster sind einfach beeindruckend.

 

Hoch unter der Glasdecke befand sich der Kontrollraum. Von hier, sowie vom Umlauf, hatte man einen atemberaubenden Ausblick auf die Turbinen, die fast 40 Meter unter einem waren.

 

Anfangs wurden 2 Generatoren und 12 Kessel gebaut. 1935 gab es dann eine Erweiterung. Diese Turbine erzeugte 135 MW und die beiden Kessel wurden mit Kohlenstaub befeuert. Nach dem 2 Weltkrieg wurde das Kraftwerk modernisiert und 2 neue Kessel mit Rostbefeuerung wurden installiert. 1951 wurde dann eine weitere Turbine, mit einer Nennleistung von 185 MW, in Betrieb genommen.

 

Dieser Bereich hatte eine Wasserstoffkühlung. Alle anderen Blöcke waren Luftgekühlt. Weiterhin wurde hier mit einem Druck von 1.200 psi gearbeitet. Alle anderen Blöcke wurden mit 400 psi betrieben.

 

Da dieser Hochdruckkessel extrem sauberes Wasser benötigte, musste das Flußwasser aufwendig gereinigt und gefiltert werden. Danach wurde es enthärtet, verdampft und kondensiert. Der Wasserbedarf lag bei knapp 23.000 Litern Wasser pro Stunde (das sind ca. 750 Badewannen).

 

In den 60ér Jahren wurde der Strombedarf immer größer und es wurden 19 Turbogeneratoren aus Gasturbinenbasis installiert. Diese Turbinen hatten Strahltriebwerke. ( davon lieferte Westinghouse die jeweils eine Leistung von 25 MW hatten. Weitere 8 lieferte Wortington. Diese bestanden aus jeweils 2 Pratt & Whitney Strahltriebwerken (ähnlich einer Boing 707). Diese waren mit Generatoren verbunden die jeweils 40 MW lieferten. Die letzten 3 Einheiten waren Industriegasturbinen von General Electric die jeweils 60 MW Leistung hatten.

 

Das Kraftwerk produzierte Strom mit 13,8 kV für Industrieanlagen, 220 kV für große Umspannwerke sowie die regionale Versorgung,66kV für nahegelegene Umspannwerke sowie Strom für die Bahn. Hier wurde Drehstrom mit 60 Hz in Einphasenwechselstrom mit 25 Hz umgewandelt.

 

 

Im Kraftwerk wurde 1994 der Film „Twelve Monkeys“ gedreht.
2016 fand hier das Finale von „America Ninja Warrior“ statt.