Tom van Dutch | Photography

Željava Air Base

Željava Air Base

Kroatien 🇭🇷

Besucht: 09/2018

Online: 11.01.2021

Diese DC 3, auch Dakota oder C-47 genannt, wurde von der Douglas Aircraft Company gebaut.
Die C-47 und C-53 waren die militärischen Versionen der DC-3.
Sie wurden ab Dezember 1941 an die Truppe geliefert. 

Insgesamt gab es 16.097 St., wobei davon 5.424 Lizenzbauten waren.
Bekannt wurde diese Maschinen als „Rosinenbomber“ während der Berliner Luftbrücke.


Bei dieser Maschine hier handelt es sich um eine Lissunow Li-2  (russisch Лисунов Ли-2) die ein in derSowjetunion hergestelltes

zweimotoriges Passagier- und Transportflugzeug, das eine Lizenzversion der US-amerikanischen Douglas-DC 3 ist und im

Zweiten Weltkrieg in großem Umfang zum Einsatz kam.


Diese DC3 steht vor einer ehemaligen Kasernenanlage der Jugoslawischen Volksarmee.

Die Anlage wurde 1991 aufgegeben.


Kurz dahinter liegt dann die eigentliche Flugzeugkaverne.

Nicht weit von Bihac, fast unmittelbar an der bosnischen Grenze liegt die Željava

Air Base. Dies war früher die größte militärische Flugzeugkaverne Europas.

Rund 6. Milliarden Dollar hat der jugoslawische Staat für die Fertigstellung von Objekat 505 investiert.
Hier konnten bis zu 80 Mig-21, 110 Piloten und rund 1400 Soldaten untergebracht werden.
Das Objekt konnte, angeblich, einer Atomexplosion mit 20-30 Kilotonnen standhalten.

In der vorgelagerten Kaserne waren nochmals knapp 5000 Soldaten stationiert.

Die gesamte Anlage wurde bis zum Ausbruch des Jugoslawienkriegs genutz
t.
Mit dem Rückzug der Jugoslawischen Volksarmee aus Bosnien 1991 wurde die Kavernenanlage und die Pisten mit insgesamt

56 Tonnen Sprengstoff gebrauchsunfähig gemacht.

Einige Bereiche im Inneren sind mit PCB kontaminiert.
Teile der Pisten und des Außengeländes sind immer noch vermint.


Vor dem Berg wurden fünf Startbahnen und Rollwege zu den vier Vorstollen angelegt. Von den drei Hauptstartbahnen ist jede lang genug,

um eine MiG-21 mit voller Beladung starten zu lassen. Die anderen beiden waren als Ausweichpisten gedacht.


Mittig im Stollen Nr. Vier befindet sich ein Zugangsstollen zu einem zylindrischen Raum. Daran angeschlossen sind fünf Stollen für Auswertung der Aufklärungsbilder, ELINT, Einsatzleitstelle, Fallschirmpackung und Staffelraum. Neben WC-Anlagen befand sich dort ein Aufzug, welcher 30 m nach oben in den Kriegskontrollturm fuhr. Hinter einer 68 mm dicken Panzerstahlplatte befanden sich Arbeitsplätze mit Funkausrüstung und dahinter ein Lageraum mit mehreren Radarüberwachungs-Arbeitsplätzen.


Die drei Tunnel, welche nach dem Durchfahren erreicht wurden, dienten als Abstell- und Wartungshallen. Jeder von ihnen war oval, 20 m breit, 8 m hoch und zwischen 350 und 500 m lang. In den Stollen konnten zwei MiG-21 nebeneinander stehen. Somit ist genug Platz vorhanden, damit neben einem abgestellten Kampfflugzeug ein Tanklastwagen und Personal passieren konnte. Es wurden elektrische Schlepper verwendet, welche die Flugzeuge einzeln hinein und vor einem Einsatz wieder nach draußen zu Vorbereitungsplätzen schleppten. Dort wurden die Triebwerke mit Hilfe von Startgeräten angelassen und die Kampfflugzeuge konnten von dort direkt auf der Startbahn abheben. Diese Einrichtungen erlaubten den Betrieb mit bis zu 80 in der Kaverne betriebsbereit gehaltenen MiG-21. Nach einem erfolgten Einsatz stellten die Kampfflugzeuge auf der Bereitstellungsplatte vor der Kaverne die Triebwerke ab. Dort wurden sie mittels Schleppstange an Flugzeugschlepper mit Elektromotoren angehängt und in den Fliegerstollen gezogen. Die Schlepper waren elektrisch betrieben um allfällige Explosionen der austretenden Treibstoffe in den Stollen vorzubeugen. Auf den zugewiesenen Parkfeldern im Stollen wurden die Kampfflugzeuge einer einfachen Zwischenflugkontrolle unterzogen, aus einem Flugfeldtankwagen mit Kerosin betankt und aufmunitioniert.


Im Inneren der Kaverne war in den insgesamt 3,5 km langen Stollen genug Platz für vier vollausgerüstete MiG-21PF-Staffeln. So waren darin 110 Piloten und Fliegerbodentruppen einquartiert. Die wichtigen Räume waren mit insgesamt 56 gepanzerten Bunkertüren versehen. In verschiedenen Seitenstollen und Nischen waren zwei Diesel-Generatoren für 1000 bzw. 625 kVA, drei Staffelkommandostände, Luft-Kompressoren und Klimaanlagen, ein Lagezentrum, eine Kantine für 1000 Personen, eine Krankenstation und eine Entwicklungskammer für Nassbilder der MiG-21R-Aufklärer eingebaut. Wasser wurde einem unterirdischen Flusslauf entnommen und in die einzelnen Nasszellen verteilt. Reparaturen erfolgten im Wartungsstollen Nr. 2mittels der ausreichend vorhandenen Apparaturen und Ersatzteilen.

Neben einem großen Munitionslager für Maschinenkanonenmunition, Luft-Luft-Lenkwaffen und Freifallbomben waren fünf zylindrische Treibstofftanks für 500.000 Liter Kerosin vorhanden. Diese Vorräte konnten den eingeschränkten Flugbetrieb von 60 MiG-21 für zwei Monate sicherstellen. Zudem waren Stollen zu einem 5 km entfernten Munitionsdepot und unterirdische Treibstoffleitungen zu einem 20 km entfernten Treibstofflager vorhanden.


Ingesamt waren hier 3. Jagtstaffeln und 1. Aufklärngsstaffel stationiert.


Auf dem Bergrücken der 1650 m hohen „Gola Plješevica“ befindet sich eine ebenfalls in den Berg gebaute Radarzentrale. Von der Radarzentrale ist lediglich die Kuppel des britischen Marconi S-613-Suchradars ersichtlich. In der Radarzentrale befindet sich ein Lageraum mit vier Radarcontroller-Arbeitsplätzen, ein separater Raum mit denselben Radarcontroller-Arbeitsplätzen, ein mittels Panzertür geschützter Eingang und sechs Büros für Meteorologen, Flugvorbereitung und Radaroperatoren. Durch einen Lift ist die Radarzentrale mit der 121 m tiefer liegenden Kaverne verbunden. Mit dem S-600-Radarsystem, bestehend aus 3D-Such- und einem Höhenmessradar, konnten Flugzeuge im Idealfall 400 km tief in den italienischen, österreichischen und ungarischen Luftraum erfasst werden. Es konnten so sechs Flugzeuge gleichzeitig verfolgt und mittels Abfangjägern abgefangen werden.


Zu dem gesamten Komplex gibt es eine Karte, die eine Orientierung sehr einfach gemacht hat.
Man konnte, in den Kilometer langen Stollen, immer sehen wo man sich befand.

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